Ausgangspunkt hierfür ist die räumliche Gliederung des Grundstücks: Grundriss, Aufbau, Sonnenstände, angrenzende Grundstücke oder Hangbereiche sind zu berücksichtigen und sollten bereits bei der Hausplanung in Hinblick auf die künftige Außengestaltung mitbedacht werden.
Die Strukturierung des Gartens in einzelne Bereiche erhöht den späteren Wohlfühlfaktor um ein Vielfaches. Ein Häufiger Fehler dabei ist es, nur die Außengrenzen des Grundstücks zu fokussieren und die einzelnen Bereiche aus vermeintlich platzsparenden Gründen an die Ränder zu verbannen. Viel interessanter wird ein Garten hingegen, wenn nicht alles mit einem Blick erfasst werden kann. Durch die Beschränkung von Sichtachsen kann ein Bereich entweder verdeckt oder in Szene gesetzt werden. Gekonnte Wegeführung schafft schöne Verbindungen der einzelnen Gartenräume.
Welche Bereiche sollte es im Garten geben?
Erholungsplätze, Grill- und Essbereiche, Wasserbereiche, Feuerstelle, Schattenzonen, Spielflächen, Nutzgarten oder Ziergarten? Welche Gartenräume ein Außenbereich braucht, ist eine individuelle Entscheidung. Grundsätzlich gilt: Wer im Haus ist, ist auch im Garten. Mit unterschiedlichen Terrassenebenen lassen sich beispielsweise Hanggrundstücke gut aufteilen. Das schafft Struktur und genügend Raum für unterschiedliche Bedürfnisse.
Was sollte im neu angelegten Garten nicht fehlen?
Neu angelegte Gärten wirken häufig noch kahl und bieten somit auch weniger natürliche Schattenplätze. Dabei ist gerade dieser Punkt vom ersten Sommer an wichtig. Mit großen Bäumen, Dachbäumen oder mehrstämmigen Bäumen, aber auch mit bewachsenden Alternativen wie einer Pergola, kann Schatten von Anfang an geschaffen werden.
Auch kleine Gärten lassen sich formen
Zu wenig Platz für Bereiche im kleinen Garten gibt es nicht. Mit der passenden Abgrenzung können auch kleine Räume in Zonen eingeteilt werden. Lose Struktur schaffen beispielsweise kleinere Solitärpflanzen, die durch ihre Form Platz sparen und gleichzeitig Schatten spenden. Bereiche nach Außen können auch im kleinen Garten durch eine dicht gesetzte Hecke gut abgegrenzt werden.
Die Frage des Stils ist auch eine Frage der Nutzung
Von modern minimalistisch bis zu romantisch verspielt. Welcher Stil der passende ist, hängt maßgeblich davon ab, wie der Garten genutzt wird. Gerade Linien sorgen für ein modernes Ambiente, Kräuter und Gemüsebeete sorgen für ein Plus an Natur.
Wir leben drinnen und draußen – Haus und Garten als Einheit
Das Haus, das sich zur Landschaft, zum Garten hin öffnet, hat die Funktion, den Wohnraum zu erweitern. Der Garten ist daher meistens mehr als eine Dekoration, er sollte bewohnbar sein, wie ein Zimmer. Werden Innen- und Außenbereiche in Bezug aufeinander geplant, ergibt sich eine stilistische Einheit. Die Architektur eines Hauses lässt sich im Garten beispielsweise durch die Linienführung der einzelnen Bereiche, die Form der Beete oder Wege widerspiegeln.
So erkennen Sie Einsparungspotentiale frühzeitig
Wird ein Garten neu angelegt, sollte der Bezug zum Gesamtprojekt Haus nicht verloren gehen. Häufig lassen sich dadurch Einsparungspotenziale im Garten frühzeitig erkennen. Es lohnt sich die Ziele abgeleitet vom künftigen Nutzen des Gartens von Beginn an klar abzustecken. Somit lassen sich bauliche Gegebenheiten mitberücksichtigen und entsprechende Alternativen planen. Statt auf die gewünschte Steinmauer einfach zu verzichten, schaffen Sie doch eine zweite Ebene im Garten und reduzieren Sie die Höhe der Mauer. So lässt sie sich als moderne Böschung realisieren. Beim neu Anlegen eines Gartens lässt sich auch bei der Beschattung vernünftig sparen. Bäume oder Kletterpflanzen als Schattenspender kosten nur einen Bruchteil einer baulichen Maßnahme. Manche Bereiche können auch einfach auf nächstes Jahr verschoben werden. Das ist besser, als Halblösungen zu akzeptieren, die sich nicht am Nutzen orientieren.
Den Garten neu anlegen – unser Fazit
Einen Garten neu anzulegen bedeutet vor allem eines: In sich gehen und die Vorstellungskraft aktivieren. Wer heute schon weiß, wie und von wem der neue Garten in Zukunft genutzt wird, verschafft sich enormen Vorsprung für die Realisierungsphase. Denn wer weiß, wohin es geht, ist bekanntlich schneller am Ziel.