Hortensie
Erfahren Sie alles Wissenswerte zur Pflege der Hortensie in unserem Blog!

Wie pflanze ich eine Hortensie richtig?
- Je nach Hortensien-Art soll der Boden humusreich und gleichmäßig feucht sein. Wichtig ist, dass der Boden kalkfrei ist, da Hortensien keinen Kalk vertragen. Optimal ist es Lauberde-Kompost oder Rhododendron-Erde mit Tongranulat zu vermischen. Ein kalkfreier Boden ist auch für dauerhaft blaublühende Hortensien empfohlen, da sie sonst rosa werden. Ebenfalls benötigen diese einen pH-Wert zwischen 4 und 5,5. Ein pH-Wert über 6 lässt die blauen Sorten nämlich pink erblühen. Alle Hortensien bevorzugen einen eher sauren Boden, d.h einen pH-Wert unter 7.
- Die Hortensie braucht einen geschützten Platz und sollte eher im Halbschatten stehen. Idealer Standort sind Balkon und Terrasse.
- Vor der Pflanzung sollte die Hortensie ca. 10 Minuten im Wasserbad stehen.
- Das Pflanzloch sollte ungefähr doppelt so groß sein als der Topf der Pflanze. Eine Lockerung des Bodens ist wichtig um Staunässe zu vermeiden.
- Nun kann die Pflanze in das vorbereitete Pflanzloch gegeben werden.
- Nach der Pflanzung sollte die Erde gut angedrückt werden um den Bodenschluss zu sichern.
- Zum Schluss ist noch ein reichliches Gießen/Einschlämmen wichtig. Blaublühende Hortensien sollten mit „weichem“ Gießwasser (kalkfreies Wasser – Regenwasser) gegossen werden.
Wie pflege ich eine Hortensie richtig?
Wenn bezüglich des Standortes und der Erde alles passt, benötigt die Hortensie nicht sonderlich viel Pflege. Wichtig ist ein reichliches Gießen, damit der Ballen nicht austrocknet. Zu viel sollte jedoch auch nicht gegossen werden, da die Wurzeln Staunässe nicht vertragen. Ab Juni sollte dann wöchentlich mit einem Volldünger für Blütenpflanzen gedüngt werden.
Hortensien werden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Dafür wird die Schere knapp unterhalb des Blütenansatzes angesetzt. Obwohl Hortensien winterhart sind, wird empfohlen, dass man sie im ersten Pflanzjahr mit Reisig abdeckt.
Schnitt bei Hortensien
Krankheiten bei Hortensien
Mehltau
Krankheitsbild: grauer, mehliger Belag auf Blattunter- und Blattoberseite; Achtung: Wind sorgt für Ausbreitung der Pilzsporen
Bekämpfung: Befallene Pflanzteile entsorgen; bei großflächigem Befall helfen nur chemische Fungizide um ein Absterben der Hortensie zu verhindern
Blattfleckenkrankheit
Krankheitsbild: dunkle Flecken mit braun gefärbten Zentrum; Blattgewebe kann an diesen Stellen aufreißen
Bekämpfung/Vorbeugung: Entfernung der befallenen Pflanzteile; vorbeugend auf eine bessere Nährstoffversorgung der Hortensie achten
Chlorose
Krankheitsbild: grüne Blattadern; gelbe Blätter
Ursache: Eisenmangel; Boden ist zu basisch
Bekämpfung: Torf oder Rhododendron-Erde in den Boden einarbeiten, um ihn saurer zu bekommen; hilfreich ist auch ein Eisendünger
Grauschimmel (Botrytis)
Krankheitsbild: gräulicher, pudriger Belag auf Trieben, Blättern und Blütenständen; im Verlauf verkümmern und verfärben (braun) sich die Blütenstände
Bekämpfung/Vorbeugung: Hortensie eher morgens gießen; regelmäßig auslichten; befallenen Pflanzteile entfernen und entsorgen
Hortensien-Virose
Krankheitsbild: Pflanze und Blütenstände bleiben sehr klein; Pflanzteile verfärben sich lila bis rot; Blätter werden stumpf
Bekämpfung: weder Bekämpfung, noch Vorbeugung ist bei dieser hochansteckenden Krankheit nicht möglich; bei Befall muss die Pflanze verbrannt und das Erdreich an der entsprechenden Stelle ausgetauscht werden; an dieser Stelle darf keine Hortensie mehr gepflanzt werden
Hortensien-Vergrünung
Krankheitsbild: Blütenkrone und Staubblätter wandeln sich in grüne, winzige Blätter um; teilweise sind Wucherungen erkennbar; Hortensie schwächelt, verliert ihre hübsche Optik und stirbt irgendwann ab
Bekämpfung: eine Rettung der Pflanze ist nicht möglich, da Parasiten und Insekten die gefährlichen Mykoplasmen verbreiten; gesamte Pflanze muss eliminiert und das Erdreich ausgetauscht werden