Ratgeber: Rosen

Rosen

Wie pflanzt man Rosen richtig?

  • Rosen brauchen eine sonnige, freie und offene Lage und einen tiefgründigen, sandigen Lehmboden, der humus- und nährstoffreich ist.
  • Sie sollten am Besten im Herbst gepflanzt werden, da die neu gesetzten Rosen bereits im Herbst einwurzeln und deshalb gegenüber den im Frühjahr gepflanzten Exemplaren schnell einen Wachstumsvorsprung haben. Container- und Topfrosen können ganzjährig gepflanzt werden.
  • Vor der Pflanzung sollte die Rose einige Stunden im Wasser stehen (im Herbst reichen 8 Stunden, im Frühling sollte man die Rose 24 Stunden im Wasser stehen lassen). Die Rose sollte mindestens bis zur Veredlungsstelle im Wasser stehen. Containerrosen solange im Wasser stehen lassen, bis der Topfballen absinkt und keine Bläschen mehr aufsteigen.
  • Direkt vor der Pflanzung sollte der Wurzelschnitt an wurzelnackten Rosen durchgeführt werden. Von den Wurzeln entfernen Sie beschädigte und abgestorbene Teile und kürzen die Enden ein wenig ein, um die Bildung neuer Wurzeln anzuregen.
  • Beim Pflanzen muss auf die richtige Pflanztiefe geachtet werden. Die Veredelungsstelle sollte 5cm unter der Erde sein.
  • Nach dem Pflanzen muss die Erde fest angetreten werden, um den Bodenschluss zu sichern. Das Gießen nicht vergessen!
  • Der letzte Arbeitsschritt ist das Anhäufeln, sofern noch stärkere Fröste zu erwarten sind. Dazu wird die Rose ca. 15cm mit Erde zugeschüttet.  Bei Herbstpflanzungen bleibt der Erdhügel bis zum Frühjahr stehen und wird dann entfernt. Pflanzen Sie die Rose im Frühjahr, reicht es, wenn Sie die Anhäufelung ein paar Wochen stehen lassen – so lange, bis die Rose deutlich ausgetrieben ist.

Wie pflegt man Rosen richtig?

  • Rosen sollte man nie zu eng aneinander pflanzen, da sonst Schädlinge oder Krankheiten auf die anderen Pflanzen übertragen werden. Sind Blätter oder Knospen mit Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau befallen, müssen Sie die Stellen entfernen.
  • Rosen sollten auf jeden Fall genug gegossen werden. 30- 50 Liter alle drei bis vier Tage sind im Sommer ideal. Man sollte jedoch nicht über die Blätter gießen. Dies kann zu Mehltau führen.
  • Wildtriebe muss man am Ansatz entfernen. Dazu müssen Sie den Wurzelbereich notfalls freilegen.
  • Jäten Sie regelmäßig Beikraut, da dieses dem Wachstum der Rosen schaden kann. Auch den Boden müssen Sie immer wieder auflockern.
  • Rückschnitt im Frühjahr. Triebe werden auf drei bis fünf Augen eingekürzt.
  • Um Rosen gut zu überwintern, sollte man vor allem kälteempfindliche Sorten mit Reisig abdecken und die Erde anhäufeln.

Der richtige Pflanzabstand

Edelrosen: 30 bis 40 cm
Beetrosen: 30 bis 40 cm
Strauchrosen: 1-2 m, als Hecke 60 bis 100 cm
Zwergrosen: 20-30 cm
Kletterrosen: 2-6 m
Bodendeckerrosen: 1-6 Stück/m²

Rosenkrankheiten

Echter Mehltau

Krankheitsbild: weißer, mehliger Belag auf Blattoberseite, Stängeln, Knospen und Blüten
Bekämpfung/ Vorbeugung: genügend Pflanzabstand; nicht über Blätter gießen; Rückschnitt im Herbst, da der Pilz in Triebspitzen überwintert; niem- und kieselsäurehaltige Mittel spritzen; befallene Pflanzteile entfernen und entsorgen

Falscher Mehltau

Krankheitsbild: weißer Belag an Blattunterseite; braun, gelb oder violette Flecken an Blattoberseite; es kommt zu Blattfall oder Eingehen der ganzen Pflanze
Vorbeugung/Bekämpfung: genügend Pflanzabstand; nicht über Blätter gießen; Rückschnitt im Herbst, da der Pilz in Triebspitzen überwintern; niem- und kieselsäurehaltige Mittel spritzen; Sude und Brühen aus Knoblauch oder Zwiebeln; befallene Pflanzteile entfernen und entsorgen

Sternrußtau

Krankheitsbild: schwarze, braunviolette Punkte, die sich strahlenförmig ausdehnen, Blätter vergilben und fallen ab
Vorbeugung/Bekämpfung: abgefallenes Laub vernichten, befallene Triebe zurückschneiden, Fungizide
Rosenrost
Krankheitsbild: gelblich-rötliche Flecken an Blattoberseite, orange Pusteln mit Sporen an Blattunterseite, vorzeitiger Laubfall, auch Triebe sind befallen
Vorbeugung/Bekämpfung: abgefallene Blätter und Triebe entfernen, dabei auf die Sporen aufpassen; Fungizide