Schädlinge, wie bekämpfe ich sie?

Schädlinge

Schnecken

Symptome: angenagte oder abgefressene Blätter, Kotkrümeln und auch Schleimspuren

Hier hilft es abends die Schädlinge von den Pflanzen abzupflücken. Man kann ihnen auch eine Falle stellen. Einfach tagsüber einen nassen Sack in den Garten legen, hier sammeln sie sich und sind dann einfach zu entfernen. Ihre natürlichen Fressfeine sind Maulwürfe, Frösche, Kröten, Amseln, Igeln, Hühner, Laufenten, Blindschleichen, Laufkäfer und Hundertfüßler.
Falls dies nicht hilft, kann Schneckenkorn gestreut werden. Auch ein Bekämpfen der Eier durch Lockerung des Bodens sollte durchgeführt werden.

Blattläuse

Symptome: Blattrollen, Verfärbungen, Blattläuse scheiden Honigtau aus (lockt Ameisen und Rußtaupilze an)

Blattläuse haben natürliche Feinde, wie zum Beispiel Marienkäfer oder Ameisen. Das Ansiedeln von Fressfeinden ist daher eine gute vorbeugende Maßnahme. Ebenfalls vorbeugend ist ein gutes, regelmäßiges Gießen und windoffene Lagen. Zu vermeiden ist Überdüngung.
Wenn die Läuse ihre Pflanze bereits eingenommen haben, hilft ein mehrfaches Abspritzen mit hartem Wasserstrahl und ein Entfernen befallener Triebe. Auch eine Behandlung mit Brennnesseljauche, Eichenblatt- oder Eichenrindenjauche kann als biologische Bekämpfung eingesetzt werden. Bei starkem Befall helfen nur mehr Pflanzenschutzmitteln.

Drahtwürmer

Symptome: Vertrocknete Pflanzen trotz ausreichender Feuchtigkeit.

Da man das Auftreten von Ameisen, Vögel, Igel, Eidechsen und Hühner eher schwer beeinflussen kann sollte man zu anderen vorbeugenden Maßnahmen zugreifen. Hilfreich ist es den Boden zu kalken und das Beet mit Ringelblumen einzufassen, da diese Pflanze den Schädling fernhält.

Wenn der Drahtwurm bereits im Beet vorhanden ist sollte man Köder auslegen. Hierzu graben sie eine halbierte Kartoffel mit der Schnittfläche nach unten ein. Dies lockt die Würmer an. Nach ein paar Tagen kann man den Köder wieder ausgraben und die Würmer einsammeln. Bei akutem Befall hilft es im Herbst einen Graben auszuheben und diesen mit Stallmist zu füllen und abzudecken. Hier sammeln sich im Frühjahr die Schädlinge, wodurch man den Graben dann nur mehr ausheben und die Würmer vernichten muss.

Gespinstmotten

Symptome: feine Gespinste, die die gesamte Pflanze ummanteln können

Um ein Auftreten der Motte zu verhindern sollte zu große Trockenheit vermieden werden. Also ist ein regelmäßiges Gießen wichtig!
Auch ein Absammeln der Raupen und der Gespinste ist eine gute Gegenmaßnahme für die Weiterverbreitung der Motten. Diese müssen dann unbedingt vernichtet werden.
Falls sich die Motten trotzdessen verbreiten hilft es, die Pflanze mit verdünntem Neemöl, Brennnesseljauche oder Pflanzenschutzmittel zu behandeln. Auch Lockfallen für Nachtfalter sind hilfreich.

Mottenschildlaus (Weiße Fliege)

Symptome: Weiße Fliege sichtbar, Larven an der Blattunterseite, Eier an Pflanzenstängel, Honigtau wird abgesondert (fördert Pilzerkrankungen)

Eine Vorbeugung erfolgt durch natürliche Fressfeinde wie Schlupfwespe und Raubwanze. Auch Gelbtafeln sind hilfreich gegen die Fliege und kann auch im Wohnbereich eingesetzt werden.
Bei einem starken Befall sollte man ein Spritzmittel mit dem Wirkstoff Pyrethrum verwenden. Das Spritzen von natürlichen Fettsäuren bekämpft zwar Schädlinge, jedoch schadet dies auch Nützlingen.

Raupen

Symptome: an- oder abgefressene Blätter, häufig bleiben die Blattrippen bestehen

Vögel halten die Vermehrung der Raupen in Grenzen. Zusätzlich kann man ab Oktober Leimringe an gefährdeten Stellen anbringen, an denen sie hängen bleiben.
Durch Abspritzen der Pflanze mit einem harten Wasserstrahl vereinfacht das Absammeln der Raupen am Boden.
Bei einer Raupenplage sollte man die Pflanze mit Spritzmitteln behandeln. Hierbei gibt es zwei Varianten, die beide sehr effektiv sind. Die erste Variante wäre ein Mittel auf Basis der Bakterie Bacillus thuringiensis, das für eine Zerstörung der Darmwand bei jungen Raupen sorgt. Vorteilhaft ist dieses, da es für andere Insekten nicht schädlich ist. Die zweite Variante ist für Raupen im fortgeschrittenen Stadium bestimmt, sollte aber nur im Notfall und sehr sparsam eingesetzt werden. Das Mittel enthält Pyrethrine oder Pyrethrum und schadet leider nicht nur den Raupen, sondern auch den anderen Insekten.

Schildläuse

Symptome: Schildläuse sind bei genaueren Betrachten erkennbar

Zur Vorbeugung sollte von vornherein ein kühler und heller Standort mit lockerer, gemulchter Erde. Dazu ist hier eine maßvolle Stickstoffdüngung sinnvoll. Ihre natürlichen Fressfeinde sind der australische Marienkäfer, Florfliegen, Schwebefliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Ohrwürmer und Gallmücken.
Bei geringem Befall reicht es, die Schildläuse lediglich abzuwischen oder mit einem harten Wasserstrahl abzuspritzen.
Falls der Befall bereits zur Plage geworden ist, hilft es ölhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel oder bei Extremfall Dimethoat einzusetzen.

Dickmaulrüssler

Symptome: u-förmig ausgefressene Blatt- und Nadelränder; unterirdischer Wurzelfraß durch Larven

Ein gezieltes Fördern von natürlichen Feinden des Dickmaulrüsslers ist eine bewehrte vorbeugende Methode. Diese sind zum Beispiel der Igel, der Maulwurf, Eidechsen, Erdkröten und Spitzmäuse. Auch ein Auflockern des Bodens hilft vorbeugend. Ein übersaurer Boden sollte vermieden werden.
Wenn sich der Schädling jedoch bereits durchgesetzt hat, hilft es, parasitierende Nematoden auszubringen. Dazu werden sie in Wasser gegeben und auf die behandelnde Stelle verteilt. Von chemischen Methoden wird jedoch abgeraten. Stattdessen wird ein regelmäßiges und nächtliches Absammeln der Käfer empfohlen.

Tipps zur Schädlingsbekämpfung

Welche Möglichkeiten gibt es zur Schädlingsbekämpfung?

Es gibt chemische und biologische Schädlingsbekämpfungsmittel. Ein chemisches Mittel gegen Insekten ist zum Beispiel Calypso. Eine biologische Methode wäre Nützlinge gegen Schädlinge einzusetzen.