Buchs

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Wie pflanze ich Buchs richtig?

  • Am besten gedeiht der Buchsbaum auf humusreichen Lehm- oder Sandboden aber auch auf handelsüblicher Pflanzerde. Er braucht eine freie, windstille Stelle, die in der Sonne oder im Halbschatten liegt. Sehr heiße oder sehr dunkle Stellen verträgt der Buchs nicht. Ebenfalls sollten zu schattenreiche und feuchte Stellen, wegen dem zu großen Risiko von Pilzinfektionen, vermieden werden. Stellen, an denen er großen Wassermengen ausgesetzt ist und zu dichtes aneinander Setzen verträgt er auch nicht.
  • Ein im Kübel gezüchteter Buchs kann immer gepflanzt werden. Ein wurzelnackter Buchs sollte zwischen Oktober und Anfang Mai gesetzt werden. Falls der Buchs einen Wurzelballen hat, ist seine Pflanzzeit von Oktober bis Anfang Juni.
  • Das Pflanzloch soll rundum immer ungefähr 15cm breiter sein, als der Wurzelballen. Der Buchs sollte nicht tiefer gesetzt werden, als er im Topf war. Den Boden des Loches lockern, um Staunässe zu verhindern.
  • Den Aushub sollte man zu Verbesserung mit Pflanzenerde oder Kompost vermischen.
  • Den Buchs sollte man vorher in ein Kübel Wasser tauchen
  • Die Pflanze so ins Loch setzen, dass der Wurzelansatz etwa auf der gleichen Höhe wie der Boden ist.
  • Nun füllen sie das Loch mit der Mischung aus Aushub und Kompost/Pflanzenerde und treten sie diese fest, um den Bodenschluss zu sichern.
  • Anschließend sollten sie den Buchs stark eingießen, damit sich Wurzeln und Boden verbinden können. Der Boden rund um die Pflanze sollte die ersten 3 Monate immer feucht sein.

Wie pflege ich Buchs richtig?

Dem Buchs reichen Nährstoffe wie Kalk, Eisen und einige Hornspäne. Von Stickstoff-betonten Düngerpräparaten würden wir jedoch abraten, da sie das Risiko von Pilzinfektionen erhöhen. Ende August und Anfang September sollte ein Kalimagnesia-Dünger ausgebracht werden. Als Topfpflanze jedoch hat der Buchs einen höheren Nährstoffbedarf. Hier darf man ruhig von Mitte April bis August Dünger vermischt mit Gießwasser verabreichen. Sie müssen alle 2-3 Jahre in ein größeres Gefäß umgetopft werden.

Buchsbaumschnitt

Den Buchsbaum kann man in alle möglichen Formen schneiden. Egal ob Kugel, Würfel oder Pyramiden, der Buchsbaum ist hierbei sehr robust. Er verträgt kräftige Rückschnitte und hat sogar im Inneren noch Blätter. Er spielt seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der Gartenkunst. Die Schere sollte so scharf wie möglich sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Wenn man den Buchs vorm Schnitt noch gießt, schneidet es sich leichter. Es sollte von oben nach unten geschnitten werden. Triebe vom vergangenen Jahr sollten genau wie vertrocknete Zweige entfernt werden um das Blattwerk zu verdichten und Pilzinfektionen zu vermeiden

Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden

Geschnitten wird von April bis September. Später besteht die Gefahr, dass die nach dem Schnitt ausgebildeten Neutriebe nicht mehr rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ausreifen und erfrieren.

Wie finde ich den richtigen Buchs?

Es gibt 70 verschiedene Buchssorten, jedoch werden hierzulande nur wenige in Einsatz gebracht. Sorten wie „Suffruticosa“ oder der „Blaue Heinz“ eignen sich gut für niedrige Hecken, da sie eher schwach wachsend sind. Jedoch sind diese Sorten sehr anfällig für den Pilz Cylindrocladium buxicola. Der „Blaue Heinz“ ist dafür aber frosthart. Universell kann der „Buxus sempervirens“ eingesetzt werden. Diese Sorte ist sowohl als Hecke einsetzbar, als auch Solitär. Solitär kann auch die Sorte „Rotundifolia“ verwendet werden.

Buchsbaumkrankheiten

Buchsbaum-Zünsler

Krankheitsbild: Blätter sind zerfressen und hellbeige verfärbt; oft sind nur mehr Blattrippen oder Blattstiel zu sehen; bei stärkerem Befall sind Gespinste zu sehen
Bekämpfung: bei geringerem Befall Raupen absammeln und Gespinste herausschneiden, Raupen sollten dann gut entsorgt werden; Bei starkem Befall helfen nur Pflanzenschutzmittel wie Calypso und Lizetan von Bayer

Cylindrocladium buxicola

Krankheitsbild: meist dunkelbraune, gelegentlich auch hellbraune, zum Rand hin dunkler gefärbte Flecken auf den Blattspreiten, die mit fortschreitendem Krankheitsverlauf zusammenfließen; an befallenen Trieben dunkle, fast schwarze Streifen erkennbar, es kommt zu Blattfall und zum Absterben von Trieben und der ganzen Pflanze
Bekämpfung: Blattnässe sollte vermieden werden, nicht über Blätter gießen; befallenes Laub entsorgen; rechtzeitig mit Pflanzenschutzmittel wie Baymat Pilzfrei von Bayer bekämpfen; falls Pflanze abgestorben ist sollte die ganze Pflanze, das Laub und die obere Erdschicht entsorgt werden