Wissenswertes zum Thema Bonsai

Der Mythos Bonsai

Um den Bonsai ranken viele Mythen. So zum Beispiel die Vorstellung, dass es sich bei den Bonsai-Bäumen um eine spezielle Pflanzenart handelt. Das würde bedeuten, dass es Bonsai-Samen gibt, aus denen sich die kleinen Bäume mit festem Stamm entwickeln. Dass dies ein Irrglaube ist, zeigt sich bei der genaueren Betrachtung des japanischen Wortes „Bon-Sai“, das mit „Baum in der Schale“ übersetzt wird. Gemeint ists hier nicht ein spezifischer Bonsai-Baum, sondern die Art, wie ein Baum – egal ob Tanne oder Ahorn – wächst. Kurzum: Ein Bonsai ist keine genetisch zwergwüchsige Pflanze, sondern eine Wuchsform.

Der Bonsai als Kunstform

Seine kleine Form erhält der Bonsai erst durch die Hand des Menschen. Bereits vor etwa 1.200 Jahren entstanden in China Miniatur-Landschaften, die auch als Tablett-Pflanzungen bezeichnet wurden. Ziel war es, ein miniaturisiertes, aber realistisches Abbild der Natur zu erschaffen. Aus dieser alten chinesischen Gartenpraxis hat sich durch den Einfluss des japanischen Zen-Buddhismus die heutige Bonsai-Kunst entwickelt.

Welche Bäume eigenen sich dazu ein Bonsai zu werden?

Grundsätzlich kann jede verholzte Pflanzenart als Bonsai herangezüchtet werden. Genauso wie heimische Laub- oder Nadelbäume eigenen sich tropische  Bäume oder Sträucher für die Aufzucht und Gestaltung zum Bonsai.

Besonders beliebt unter den heimischen Bäumen sind Buche, Eibe, Fichte, oder Kiefer. Letztere – oftmals als der typische Bonsai bezeichnet – kann auch japanischer Abstammung sein und unterschiedet sich von der Bergkiefer des mitteleuropäischen Gebirges durch die Anzahl der Austriebe pro Jahr.

Genauso wie Bäume, können auch verschiedene Kräuter und Sträucher, wie die Forsythie, die Weigelie oder der europäische Pfeifenstrauch (Philadelphus) in diese charakteristische Form gebracht werden.

Zwei Wege zum Bonsai

Bonsai selbst ziehen 

Einen Bonsai aus Stecklingen heranzuziehen ist eine einfache Methode, die es erlaubt, in relativ kurzer Zeit einen Miniatur-Baum zu gestalten. Es dauert circa ein Jahr, bis aus einem Steckling ein schöner Bonsai wird. Im Vergleich dazu ist bei der Aufzucht aus Samen mit mindestens ein bis zwei Jahren Wartezeit zu rechnen. Grundsätzlich eignet sich jede Baumart, um mit einem Steckling vermehrt zu werden. Bei der Steckling-Methode kann nach gewünschten Eigenschaften des späteren Bonsais (zum Beispiel einen festen, kurvigen Stamm) gezielt gesucht werden. Der Gestaltungsspielraum ist hier natürlich größer als bei einem fertigen Bonsai.

Kauf eines fertigen Bonsai-Baumes 

Nicht jeder hat die nötige Zeit und Geduld einen Bonsai selbst heranzuziehen. Für all jene, die es zunächst mit einem fertigen Baum versuchen möchten, gibt es in Fachmärkten und Gärtnereien eine gute Auswahl an Bonsai-Bäumen. Gerade für Einsteiger eignen sich bereits kultivierte Bonsais, um mit ihnen ein erstes Gefühl für Pflege und Schnitt zu entwickeln.

TippAchten Sie beim Kauf eines Bonsais darauf, um welche Baumart es sich handelt. Nur dann lässt sich der Pflegeaufwand richtig einschätzen. Wählen Sie zu Beginn einen pflegeleichten Baum, der für den geplanten Standort geeignet ist!

Tipps zur Bonsai-Pflege und -Gestaltung

Die Pflegeansprüche eines Bonsais sind unterschiedlich und hängen davon ab, für welche Baumart Sie sich entschieden haben. Das betrifft sowohl die Aspekte Licht, Bewässerung und Düngung als auch unterschiedliche Pflegehinweise zum Schneiden des Bonsais. Daher ist es sinnvoll, sich vor oder beim Kauf eines Bonsais zu erkundigen, welcher Baum sich für welchen Standort eignet und was beim Bewässern und Zuschneiden zu beachten ist. Das Drahten, Abspannend und Zurückschneiden ist nicht nur bei der Selbstaufzucht nötig, sondern auch bei fertigen Bonsais, die ohne die entsprechende Pflege ihre Form verlieren würden.

Sie möchten mehr über Bonsai-Bäume wissen oder einen erwerben? Kommen Sie in unser Gartencenter in Hagenberg, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und haben immer Bonsai-Bäume vorrätig.

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