Japanischer Garten

Einen japanischen Garten zu gestalten ist eine große Herausforderung, deshalb ist es wichtig vor Beginn alles detailliert zu planen. Der japanische Garten ist in der Regel asymmetrisch angelegt und seine Elemente sind dezentral angeordnet.
Im Allgemeinen sollten sich immergrüne Gewächse mit blühenden Bäumen und Sträuchern harmonisch abwechseln.
Japanische Gärten sind so angelegt, dass sie zu jeder Jahreszeit etwas für den Betrachter bereithalten. Das sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie Ihre Gartengestaltung planen.

Auch die Wege in einem japanischen Garten unterscheiden sich von denen in einem europäischen Garten. Oft sind sie uneben und verschlungen – gerade Wege dienen nur dazu, den Blick in eine bestimmte Richtung zu lenken. Mit jedem Schritt soll etwas Neues entdeckt werden.

Die Philosophie der japanischen Gartengestaltung gründet sich auf dem Buddhismus, dem Konfuzianismus und dem Daoismus. So ist auch die Bedeutung der wichtigsten Elemente im japanischen Garten aus dem Naturverständnis dieser drei Lehren entnommen:

  • Wasser symbolisiert Seen, den Ozean und die Götter der Meere
  • Steine stehen für Tiere und die Götter des Himmels
  • Bäume sind Sinnbilder für den Menschen und das Leben an sich
  • Moos symbolisiert das Alter und die Weisheit

Ebenso von hoher Bedeutung ist Kies, der viele Flächen und Wege ausmacht. Kiesflächen und -wege werden häufig im Wechsel mit Steinformationen sowie kurz gehaltenen Moos- und Rasenflächen angelegt. Zu beachten ist nur, dass es sich nicht um allzu feinen Kies handelt und die Schicht etwa zwanzig Zentimeter dick ist, damit sie ordentlich geglättet werden kann. Da japanische Gärten Yin und Yang repräsentieren, sind Kontraste äußerst wichtig. Höhen und Tiefen können sich abwechseln durch Hügel und Teiche.

Japanische Pflanzen

Bäume sind das dritte wichtige Element, allerdings sollten je nach Fläche nur ein bis drei dieser Gehölze zum Einsatz kommen. Besonders beliebt sind Kiefer, Fächerahorn, japanische Kirsche und Pflaume, Ginkgo, Zypresse und Fichte.
Wer nicht so viel Fläche zur Verfügung hat oder keine großen Bäume pflanzen kann, kann auf die japanische Bonsai-Kiefer und andere kleinere japanische Pflanzen und Bonsai zurückgreifen.
Zurechtgeschnittene Büsche und Sträucher verschiedener Wuchsarten komplettieren japanische Gärten und sorgen für Kontraste zu Rasenflächen und Bäumen.
Beispiele hierfür sind japanische Azaleen, Christrosen, Flieder, Pfingstrosen, Schneebälle und japanischer Blumenhartriegel.
Unser Tipp hierzu: Blühende Pflanzen sollten ebenfalls sparsam eingesetzt werden.

Um Moosflächen zu schaffen, kann man dieses gezielt ansiedeln. Rasen- und Moosflächen sind ein unverzichtbarer Aspekt in japanischen Gärten, wobei dem Rasen oft der Vorzug gegeben wird.

Ebenfalls beliebt ist der Bambus – wir raten aber dazu, diesen nur im Topf zu halten, da seine Wurzelwerke bis zu 15 Meter unter der Erde entfachen.

Abgerundet kann das Ganze mittels Zäune (gerne auch Bambuszäune), buddhistischen Zierelementen und –skulpturen werden.

Wer einen Teich miteingeplant hat, kann diesen mit Schilf, Bärenfellgras, Pampasgras, verschiedene Farne, Flammengras und Goldsegge eingrenzen.